Fuchsbrunnbrücke

When going on a little winter wonderland hike after I spent last month mainly wrapped up in a blanket and sleepy couching. It felt like such a treatment for both my body and mind as I absolutely need that kinda getaways to come down and regenerate. The mental component is just something that Netflix and chill simply cannot afford, at least not for me personally, this is something I need to grab from my experiences, when being outdoors, getting lost, doing all the crazy things I’m not allowed to do during week from nine to five. Continue reading „Fuchsbrunnbrücke“

How I Make Decisions

[Weil so ein Klumpen Herz noch immer die besten Entscheidungen trifft. Und weil ich ein irrationaler, von Gefühlen gesteuerter Mensch bin, der dazu neigt, dem stetig denkenden Kopf und dessen rationalen Argumenten von Zeit zu Zeit einen trommelnden Affen vorzusetzen. So einen kreiselnden Kopf bringt man leicht aus der Fassung. So ein Herz hingegen, das trommelt einfach mit. Gemeinsam mit dem Affen.]  Continue reading „How I Make Decisions“

LaLaLand

I recently hardly ever find time to take a deep breath and find myself hanging around watching movies or doing stuff like that, so it was actually a week at the beginning of January, when I was off sick at home, that gave me some time to recover and watch a film, that – even though I didn’t expect it at all – however managed to inspire me a lot basically. Continue reading „LaLaLand“

Rakotz Bridge

Ein grauer Tag im November und wir sind unterwegs in Richtung Rakotzbrücke. Oder zur Teufelsbrücke, wie man sie im Volksmund auch nennt. Denn die Bogenbrücke im sächsischen Kromlau nahe der polnischen Grenze ist bekannt, vor allem bei Fotografen, insbesondere auf Grund ihrer Spiegelung im Wasser des Rakotzsees. Klar, dass wir da also auch mal hinmussten. An der heute ca. 150 Jahre alten Brücke, die aus Basaltsäulen und Feldsteinen besteht, wurde zur damaligen Zeit, etwa um 1860, bis zur endgültigen Fertigstellung rund zehn Jahre lang gebaut. Heute darf man sie allerdings nicht mehr betreten, denn es besteht Einsturzgefahr. Und natürlich – neugierig wie ich bin, habe ich zu diesem Thema selbstverständlich noch ein bisschen recherchiert. Tatsächlich sollte man wohl besser nicht auf die Brücke klettern, die aktuell einen Instandhaltungsstau von gut 25 Jahren aufweisen soll. Nach dem letzten Winter sollen sich die Schäden nochmals vergrößert, sich durch Frost und Tauwetter Steine gelockert und bis zu zehn Kilo schwere Brocken aus dem Rundbogen gelöst haben. Die spektakulären Fotos macht man auf Grund gefährdeter Statik also besser vor der Brücke, quasi im Matsch, so wie wir es getan haben. Selbstverständlich wirbelnd im Kleid. Oder mit Peace Zeichen. Und apropos Matsch. Dazu hatte ich auch noch etwas Interessantes gelesen. Das Wasser im Rakotzsee ist sehr dunkel, fast schwarz. Das liegt daran, dass hier Braunkohle an die Oberfläche kommt, die dort oxidiert und die Färbung verursacht. Den ganzen Artikel, auch in Hinblick auf die nunmehr endlich bewilligten Mittel u.a. zur Rettung des Baudenkmals verlinke ich euch hier. Ich fand es auf jeden Fall super interessant, insbesondere auch den Fakt, dass der Begriff „rakotz“ aus dem obersorbischen stammt und übersetzt „Krebs“ bedeutet. Und wer mich kennt, der weiß um meine Verbindung zu diesen kleinen Tierchen mit der harten Schale. Ich werde sicherlich noch einmal im nächsten Sommer hierher kommen, um weitere Fotoideen umzusetzen, so viel steht schon einmal fest. 🙂

 


A grey day in November and we are on the road again, today on our way to the Rakotz Bridge, which is also called Devil’s Bridge as the folk saying goes. The arched bridge in Kromlau, which is located in Saxony, less than six kilometers away from the German-Polish border, is a famous photo spot, especially because of the reflection on the water of the Rakotz Lake, that along with the bridge itself creates the full circle we know from quite a hundred different shots you can find online when googling for the Rakotz Bridge. As you can probably guess, it was pretty sure we had to go there, too, right. It was built in the 19th century from basalt columns and field stones, in the end the final completion then took nearly ten years. Today you’re not allowed to walk on the bridge anymore as there’s a high risk of collapse because of a lack in maintenance during the past decades. After the past winter, frost and thaw, already existing damages got even worse. Some of the field stones in the arch have come loose, so you better don’t climb up the bridge, risking your health just in order to take spectacular pictures and better prefer taking pictures in the mud, like we did. I swear, it was a lot of fun. I also read something really interesting about the Rakotz Lake and the mud, as the water in the lake is so dark, almost black, which comes from the brown coal oxidizing on the surface of the water. In case you’re interested in the full article, which also deals with the preservation of the bridge after state resources have finally been approved a few weeks ago, I put you the link in here. Unfortunately the newspaper article is only available in German, but just in case. I’ll be definitely coming back here again next year during summer, that’s for sure. 

 

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Alone

Es ist Freitagabend, er kippt einen Schnaps während ich an meinem Wasser nippe. Heute keinen Alkohol für mich, denke ich mir, und eigentlich wollte ich auch gar nicht so lang bleiben. Der Geräuschpegel hoch, wir umringt von den anderen unserer Gruppe, allesamt mit einem Bier oder einer obligatorischen Cola in der Hand in Zweiergespräche vertieft, das Restaurant bis auf unseren Tisch mittlerweile nahezu leer um diese Zeit. Er erzählt von Norwegen im letzten Sommer, von seinen tagelangen Märschen allein im Nebel, von Erlebnissen mit Campingkochern, von der unbeschreiblichen Schönheit der Landschaften, durch die er lief, von Einsamkeit und Freiheit. Ich liebe dieses Gefühl, entgegne ich ihm und erzähle davon, dass ich ebenfalls erst kürzlich allein aufgebrochen bin, um auf den Brocken zu wandern. Um den ersten Schnee dieses Winters zu suchen und um ein bisschen zu fotografieren, wie ich es meinen Freunden erzählte, wobei es letztlich wohl doch eher der innere Drang in mir war, der hektischen Großstadt für einen kurzen Moment zu entfliehen, das Gefühl von Freiheit in nahezu menschenleeren Wäldern zu suchen und meine eigenen Grenzen bei Schneefall und Temperaturen um den Gefrierpunkt ein wenig auszutesten, zu überwinden, zu schauen, wie weit ich es allein wohl schaffen würde. Als Frau, die unwahrscheinlich gut darin ist, Brote zu schmieren, Lunchpakete zu machen, besser noch ein zusätzliches Paar Wechselsocken zum Wandern in der Gruppe einzupacken, nasse Füße, man weiß ja nie, aber die nachts allein Zuhause den Fernseher anmacht, nur damit es nicht zu still ist, weil sie Angst hat, Angst vor den Geräuschen, die sie nicht zuordnen kann, die sich beim Joggen vorsichtshalber immer dreimal umdreht, wenn sie im Park an unheimlichen Personen vorbeirennt und die Wegbeschreibungen grundsätzlich anders interpretiert, als sie eigentlich gemeint sind, wie sie so viele Dinge oftmals anders interpretiert als sie eigentlich gemeint sind. Trotzdem wollte ich loslaufen. Und trotzdem bin ich losgelaufen. Die besten Erfahrungen macht man ganz allein, quasi mit sich selbst, entgegnet daraufhin mein Gesprächspartner. Das sei es doch, woran man wächst. Das ist Freiheit, das ist Glück. Wenn man Grenzen überwindet. Dinge tut, die man zuvor nicht für möglich gehalten hätte. Wenn einem niemand die Hand dabei hält, füge ich hinzu. Weil man nur auf diese Art und Weise herausfinden kann, wozu man in der Lage ist, was man kann, wer man ist und wer nicht. Weil man nur auf diese Art und Weise herausfinden kann, was man im Leben möchte. 

Und ich möchte noch so viel mehr.

 


 

It’s that kinda Friday night when he tosses down a schnaps while I’m sipping on my glas of water. No alcohol for me tonight, I think, and I actually planned on leaving the next few minutes. High acoustic level, we sit among the crowd, where everyone is busy both talking and holding on to a beer or a coke instead, the restaurant nearly empty at that time except for our table. He’s talking about Norway where he went to last summer, about his hiking adventures, his long walks through really untouched beautiful nature, about feeling loneliness and absolute freedom at the very same time. I love this feeling, I reply, and tell him that I recently went hiking in the Harz Mountains all by myself. In order to search this upcoming winters‘ very first snow and to take some photos with my new camera as I told my friends. To be completely honest it was actually more an inner compulsion to escape the noise and bustle of the big city, to search for that feeling my dialog partner just described a few minutes ago, to test my own limits, to cross them, to surpass my own expectations, how far can I make it, how far will I make it all alone in the heart of nature while snowfall and temperatures around freezing mark. As a woman who’s incredibly good at preparing sandwiches, packing another pair of socks for the case of cold feet when it comes to getting ready for a hiking day in a group, but who’s remarkably insecure when it comes to other things, the girl who turns on the TV at home at night, because she’s afraid of too much silence and sounds that don’t feel trusted to her, who turns around at least three times when jogging and passing by strangers that seem creepy to her and who interprets directions mostly different from what they actually meant to say, as she usually interprets quite a lot of things different from what they actually meant to be. Nevertheless I wanted to start my hike. So I started it. The best experience is the one you make all by yourself, my dialog partner answers. This is what makes you grow. This is freedowm, this is luck. Crossing borders and limits you never thought you could challenge. When nobody is holding your hand, I add, because this is the only way you find out, what’s your possibilities, who you are and who you are not. Because this is the only way you find out what you want in life.

And I want so much more. 

 

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photo credit @schirm.pix

Hiking through Saxon Switzerland

Heute. Aus der Kategorie: Dinge, die ich brauche wie die Luft zum Atmen. Wandertage. Und ich erinnere mich noch genau daran. Damals. Als pummeliges, prä-, inter- und postpubertäres Etwas. Was habe ich es gehasst. Und heute. Da hat es sich mittlerweile so eingeschlichen, dass ich gut einmal im Monat mit einem Auto voll Herzensmenschen in Richtung Wälder und Berge fahre. Weil ich es liebe. Mal rauszukommen, der hektischen Großstadt zu entfliehen. Und dabei würde ich sagen, dass das Leben in einer Stadt wie Leipzig sicherlich noch weitaus weniger hektisch ist als anderswo, ausgenommen vielleicht der Berufsverkehr. Meine Güte, was hasse ich da einfach alles und jeden. Aber zurück zum Thema…

noch so ein ganz klein wenig unberührt:

die Sächsische Schweiz

Die Sächsische Schweiz. Der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges südöstlich von Dresden. Und zugegeben. Wer an einem sonnigen Samstag oder Sonntag zur besten Kaffee- und Kuchenzeit in Richtung Basteibrücke spaziert, der sollte sich dessen bewusst sein: you’ll never walk alone. Ganz ehrlich, das macht keinen Spaß. Also mir zumindest nicht. Daher bevorzuge ich Routen abseits der überlaufenen Tourizentren, und zu denen zähle ich u.a. die kleinen Städtchen Bad Schandau und Rathen. Versteht mich bitte nicht falsch, diese Kurorte sind herzallerliebst und laden in jedem Fall dazu ein, nach einer anstrengenden Wanderung noch irgendwo einzukehren, um ein Bier(mixgetränk) zu kippen und sich ein riesengroßes Stück Kuchen in den Mischer zu zwiebeln – aber wenn ich wandere, dann möchte ich fernab vom Massentourismus sein. Inmitten der Natur. Dann möchte ich mich verausgaben. Mich dreckig machen. Mich ein kleines bisschen so fühlen als hätte ich indianische Kriegsbemalung im Gesicht. Weil ich ein kleiner Abenteurer bin, der seine Wasserflasche an einem Bach neu befüllt und der durch enge Schluchten kraxelt. Bisschen unbeholfen, mindestens einmal gestürzt und wenigstens zweimal beinahe. Dann möchte ich mich neben einen kleinen Wasserfall setzen und mein fancy Avocadobrot essen. Und den Kinderriegel, den ich mir zum Nachtisch eingepackt habe. Because you can get the Stadtkind out of town, but never the town and its Import- and Süßwaren out of the Stadtkind. Aber Ziel ist doch, einen Ausgleich zu schaffen, Ruhe zu finden, Gespräche über Gott und die Welt zu führen oder um schlichtweg einfach mal zu schweigen.

und wohin jetzt mit den Stadtkindern?

Nun. Alle Fleckchen im Elbsandsteingebirge habe ich bisher natürlich noch nicht erkundet. Allerdings habe ich binnen eines einzigen Sommers so viel gesehen, wie zuvor in Jahren nicht und ich denke, das legitimiert mich, um an dieser Stelle ein bisschen zu plaudern. Über schöne Wanderrouten. Und das Gefühl von Avocadoschnitte unter freiem Himmel. Alle Wanderungen, die ich euch hier vorstelle, sind Rundwanderungen und Tagestouren mit mittlerem oder schwerem Schwierigkeitsgrad und geeignet für all jene, die mindestens ein Paar gute Wanderschuhe besitzen. Die Anstiege sind allesamt zu bewältigen, auch für Raucher. Testreihen am lebenden Objekt wurden durchgeführt! Es bedarf keiner professionellen Ausstattung. Und ja, meine ersten Wanderausflüge fanden tatsächlich in Jeansshorts, Hoodie und mit Turnbeutel auf dem Rücken statt. So ist das eben, wenn man dreiunddreißig Paar Handtaschen, aber keinen einzigen Wanderrucksack besitzt. 😀 Aber legen wir erst einmal los…

Bärenfangwände – Richtergrotte – Goldsteig

Route 1 - Bärenfangwände - Richtergrotte - Goldsteig-1

Schwierigkeitsgrad: mittel

Dauer: 5:00 Std

Strecke: 13,6 km

Aufstieg: 579 m

Abstieg: 579 m

 

Wer nach Ruhe sucht, wird hier definitiv fündig werden. Die Tour ist sehr waldig und startet, etwas außerhalb von Bad Schandau gelegen, auf dem Wanderparkplatz Neumannsmühle. Sollte man dort auf dem Parkplatz noch viele Wanderer sehen, wird sich das bald verlaufen und man gelangt in Bereiche der Hinteren Sächsischen Schweiz, die in der Tat noch nie etwas von dem Begriff „Handynetz“ gehört zu scheinen haben. Aber gut so. Genau deshalb sind wir ja da. Der Wanderweg verläuft um die Bärenfangwände des Kleinen Zschand herum zur Richtergrotte, wo wir während unserer Tour auch Rast gemacht hatten (hatte ich schon erwähnt, dass ich da mein Avocadobrot und den Kinderriegel aß?). Weitere Details zur Wanderung, eine ausführliche Wegbeschreibung sowie Bewertungen anderer Wanderer findet ihr übrigens hier. Auf dieser Outdoor-Website stelle ich mir sehr gerne meine Wanderungen zusammen und möchte sie daher natürlich auch hier als Quelle bzw. weiterführende Lektüre kenntlich machen. 🙂

Bad Schandau – Tafelberge Gohrisch, Papststein & Kleinhennersdorfer Stein

Route 2 - Bad Schandau - Tafelberge Gohrisch, Papststein und Kleinhennersdorfer Stein-1

Schwierigkeitsgrad: mittel

Dauer: 5:00 Std

Strecke: 15,0 km

Aufstieg: 650 m

Abstieg: 650 m

 

Für mich persönlich wohl mit Abstand eine der abwechslungsreichsten Routen. Sie startet unmittelbar in Bad Schandau und führt aus der Stadt hinaus in etwas höhere Lagen. Dabei durchstreift man Wälder, entdeckt kleinere Ortschaften, kraxelt über Felsen und durch enge Schluchten hindurch, spaziert mit weitem Blick entlang der Felder und genießt auf dem Gipfel des Tafelberges Gohrisch einen grandiosen Ausblick über die Vordere Sächsische Schweiz. Die Route führt zudem an einem kleinen, versteckten Spielplatz vorbei, der sich mitten im Wald, an einem Bach befindet. Schaukel und Wippe wurden von mir selbstverständlich auf ihren Spaßfaktor überprüft und für überragend befunden. Der Rückweg führt an einer Koppel mit Rehen und kleinen Baby-Bambis vorbei und schließlich zurück nach Bad Schandau. Insgesamt einfach eine wunderschöne Route, die ich in jedem Fall empfehlen kann. Mehr Details zu dieser Wanderung, die komplette Wegbeschreibung zum Ausdrucken sowie die Bewertungen anderer Wanderer findet ihr wieder hier.

Auf der oberen Affensteinpromenade

Route 3 - Affensteine-1

Schwierigkeitsgrad: schwer

Dauer: 5:25 Std

Strecke: 13,5 km

Aufstieg: 925 m

Abstieg: 814 m

 

Last but not least. Eine Tour, die ich tatsächlich noch nicht spaziert bin, aber die ich gern, auch auf vielfache Empfehlung von Freunden, erwähnen möchte und die ich mir daher für den nächsten Trip vorgenommen habe. Die Tour gilt als Geheimtipp und soll eine grandiose Aussicht bereithalten. Der Aufstieg ist hier mit einigen Höhenmetern mehr verbunden, aber sofern man sich nicht unmittelbar vor Aufstiegsbeginn noch einen fetten Dönerteller reinzwiebelt, sollte auch das „unbeschwert“ zu schaffen sein. Mein Optimismus stirbt zumindest zuletzt. Ich verspreche, ich werde berichten. Den Link mit weiteren Informationen zur Wanderung findet ihr hier.

Und nun, happy hiking! 🙂

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Rückweg nach Bad Schandau

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Felder um Kleinhennersdorf und Papststein
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Ausblick vom Gohrisch

 


 

As a teen I was pretty sure, that there couldn’t be anything more boring than hiking in this world and as I used to be a fat kid complaining about too much sports anyways, it’s actually not such a big thing that I wasn’t that much into hiking, too. Well, what can I say? Things have changed a lot since back then. Today it’s more like I couldn’t live without my little outdoorsy adventures from time to time, so once a month I take some of my besties and we make our way up to the mountains and to the woods in order to calm down, to work a bit of that everyday stress off and to enjoy some unspoiled countryside.

Saxon Switzerland is what you call the German part of the Elbe Sandstone Mountains souteast of Dresden. It’s a National Park that is only a two-hour drive away from my hometown Leipzig and definitely worth the distance you cover on the road to get there. When in Saxon Switzerland I prefer places away from mass tourism, away from the small towns and health resorts as I like walking the lonely routes. I like getting dirty, I like the feeling I get when refilling my bottle with the water of a river I sit next to and I like having lunch somewhere underneath the sky. I tend to have a slice of bread with some avocado then and a bar of chocolate afterwards. Well, I guess, you can get the city kid out of town, but you will probably never get the town and its import articles out of a city kids‘ mind. And tummy, as in my case. I just too obsessed though. But to come back to what I was talking about before, getting some rest and peace is truly the main aim I try to achieve when going hiking, no matter if it is in the beautiful Elbe Sandstone Mountains or somewhere else.

Of course, I haven’t travelled every part of Saxon Switzerland (yet), but I guess a summer full of hiking adventures legitimizes me to chat a little about my past trips and also give some hints in case you’re planning to go there too and still cannot decide for a certain hiking route. In the following, I will show you my top three hiking tours that all don’t require much hiking experience or equipment except for some good shoes on your feet. And yep, when I started my very first hiking tours I was dressed in a hoodie, a pair of jeans shorts and a gym sack on my back (as I own thirty-three bags but not one single backpack…haha!), so you see, I’m definitely not a professionally equipped hiker, but I wouldn’t be me, if I let this hold me back from strolling through nature and making adventurous memories. 😀

Bear Walls (Little Zschand) – Richter Cave – Goldsteig

Route 1 - Bärenfangwände - Richtergrotte - Goldsteig-1

difficulty level: middle

time: 5:00 hrs

distance: 13.6 km

climb: 579 m

climb-down: 579 m

 

Finding peace in the middle of nowhere. This route starts at the hiking parking spot Neumannsmühle and then leads on lonely trails around the Bear Walls of Little Zschand to the Richter Cave where we made a break and I had my avo bread (as this is a very important fact I had to mention it here). This route is much recommended, if you are looking for a peaceful place far away from the noise of the big cities. By the way you can also click this link, if you like to get some more information about this hiking route. It’s a German website where you can plan your hiking routes, see some more pictures and read other hikers‘ feedback. They also offer an English translation.

Bad Schandau – Table Mountains Gohrisch, Papststein & Kleinhennersdorfer Stone

Route 2 - Bad Schandau - Tafelberge Gohrisch, Papststein und Kleinhennersdorfer Stein-1

difficulty level: middle

time: 5:00 hrs

distance: 15.0 km

climb: 650 m

climb-down: 650 m

 

Most diversified hiking route in my opinion. This is my favorite tour so far as it offers so many both beautiful and completely different sceneries including gorgeous views from the sandstone cliffs you climbed up before, fairytale woods and meadows and also small villages where you can grab an icecream (I did!). While hiking through Vorder Saxon Switzerland you pass a playground that is located right next to a small river in the forest. Of course, I tested the swing and I can tell you, I was so full of happiness! On the way back we passed by a paddock with deer (I saw Bambi!) and then ended up in pretty Bad Schandau again, where I can definitely recommend stopping by a café or restaurant to get yourself some yum cake or dinner. You can find some more impressions by simply clicking here.

The Upper Affenstein Promenade Trail

Route 3 - Affensteine-1

difficulty level: difficult

time: 5:25 hrs

distance: 13.5 km

climb: 925 m

climb-down: 814 m

 

Last but not least. I haven’t walked this tour yet, but I would like to list it here as well as it has been recommended to me by so many of my friends. The tour is described as an insider tip and I’m already planning my next trip there. The hiking route itself is a little more difficult, because of the height and climb, so you probably shouldn’t have a doner kebab right before you start your climb, but otherwise, I think, this should be manageable too. I will definitely tell you when I walked it and made it to the top. You can find some further information concerning this hiking tour by simply clicking here.

And now, happy hiking! 🙂


 cover picture shot by @katha_katinka

snapshots taken non-professionally by myself with my smartphone

maps from https://www.outdooractive.com/de/

Plato’s Symposium Vol. II

Heute auf dem Programm: die Revitalisierung eines Beitrages, den ich bereits vor genau einem Jahr veröffentlicht habe. Einfach, um uns alle daran zu erinnern. Um mich selbst daran zu erinnern. Dass ich noch immer daran glauben möchte.

Denn es heißt, dass es einst eine Zeit gab, in der die Beschaffenheit der Menschen eine andere war. Als sie noch kugelförmige Rümpfe, zwei Köpfe und je zwei Paar Arme und Beine hatten und man sie Kugelmenschen nannte. Ihre Stärke und Vollkommenheit jedoch erregte Neid und Missfallen unter den Göttern, könnten ihnen die Menschen doch zu ähnlich sein und ihnen nicht länger die gebührende Verehrung zuteilwerden lassen, die sich die Götter von ihnen erhofften. So berieten die Götter untereinander und nach langer Überlegung fand Zeus schließlich einen Weg, wie er die Menschen schwächen könnte, ohne sie dabei gänzlich zugrunde zurichten. Und so lies er sie unter einem Vorbehalt zusammenrufen und schleuderte alsbald einen Blitz vom Himmel, der jeden Kugelmenschen in zwei Hälften spalten sollte. Die getrennten Hälften verstreute er dann in alle Winde. Nun waren die Kugelmenschen fortan halbiert, mit nur noch einem Kopf, einem Paar Armen und Beinen unterwegs, als Menschen, und in ihnen, die unstillbare Sehnsucht nach der ihnen verloren gegangenen Ganzheit, ihrer fehlenden zweiten Hälfte. Zu spät erkannten die Götter, dass sie aus ihrer Selbstsucht heraus, großes Leid über die Menschen gebracht hatten und gestanden den Kugelmenschen zu, dass sich alle jene zusammengehörige Hälften untrennbar wieder vereinen dürften, wenn sie einander gefunden hätten. Die Liebe wurde geboren. Denn so sucht seither ein jeder Mensch nach der ihm fehlenden, zweiten Hälfte. Den Menschen, denen es gelingt, die ihnen zugehörende andere Hälfte zu finden, so heißt es, fänden dadurch zur Glückseligkeit und blieben fortan ihr ganzes Leben miteinander verbunden, gleichwohl beide Seelen wohl selbst niemals zu benennen wüssten, was genau sie eigentlich voneinander wöllten.

Erkläre mir die Liebe, hörte ich vor Kurzem noch Philipp Poisel singen. Frag doch mal Platon, würde ich ihm darauf gern entgegnen. Denn dieser Mythos nach dem griechischen Philosophen ist für mich persönlich wohl einer der wunderschönsten Ansätze, um die Liebe zu erklären. Wenngleich sie doch in keiner Weise erklärbar ist. Doch muss es eben, zumindest meiner Ansicht nach, über den evolutionsbiologischen Ansatz, über die Sache mit den Hormonen und der körperlichen Vereinigung, sprich über die nüchterne Geilheit hinaus, noch mehr geben, was zwei Menschen vereint, sie zu Kugelmenschen werden lässt. Stärker und vollkommener zu zweit. Passend ohne Passendmachung. Das ist die Liebe, lieber Philipp Poisel.  

 


 

There’s this one wonderful myth I was told one year ago. Back then I really like to spread the myth with my other friends and it now and then even helped to dry some love sick tears and bring back again a smile on sad faces. According to the speech, long time ago, humans were composed of two people, stuck back-to-back, with two faces and eight limbs. The gods, out of jealousy, split them in half and made them humans with only one face and four limbs, much weaker than they have been before, because of the missing other half. Now, throughout our lives, we are searching for our other half. However, when the two halves finally get together, they find true happiness and stay together for the rest of their lives, even though they could never explain the invisible connection between the two of them. In the end it’s our souls and not our bodies that mostly desire to be reuinted. I really love this myth and hopefully this makes you smile the way I smiled when I once was told it. Look to your left or your right, maybe there’s already this special person sitting next to you. And even if not, your other half is existing. That’s all you need to know. And who knows, maybe your other half is on its way and it’s already much closer to you than you might dare to imagine right now.

Black Swan

„Aber du stehst schon bisschen auf dich selbst, ne?“

Eine Frage, die man sicherlich häufiger gestellt bekommt, wenn man auf Instagram aktiv ist, Bilder von sich postet oder einen eigenen Blog betreibt. Und ja, die Vermutung liegt nahe, dass Menschen, die Bilder von sich ins Netz stellen, sich selbst wohl für besonders schön zu halten scheinen, ja, vielleicht sogar so ein ganz klein wenig selbstverliebt sein müssen. Und ich mag ungern bestreiten, dass es sie nicht gibt, die Menschen, die so empfinden, natürlich – aber grundlegend, ja so ganz grundlegend, mal aus meiner eigenen Haut heraus betrachtet: nein, ganz einfach nein, was ist das denn bitte für eine dämliche Frage, ob ich mich selbst eigentlich gern am allerliebsten ficken würde.

Zunächst – in meinen Augen – ist die Fotografie eine Kunst. Oder vielmehr eine unterschätzte Form davon. Und darüber hinaus bietet das Fotografieren oder vielmehr das Sich-Vor-Eine-Kamera-Stellen die Möglichkeit, sich einmal ein wenig mehr mit sich selbst auseinander zu setzen. Oder anders ausgedrückt, es ist eine Möglichkeit, sich selbst sehen zu lernen. Zumindest erging es mir so. Womit wir beim Thema Akzeptanz und Selbstwert wären. Denn nicht hinter jedem Duckface auf Instagram verbirgt sich das Selbstwertgefühl eines Schwans. Und dabei wollen wir doch alle gerne Schwäne sein.

An dieser Stelle wird es daher Zeit, ehrlich zu sein. Die harten Fakten auf den Tisch zu knallen. Und dem dicken, bärtigen Mann, der gerade vor seinem Laptop sitzt und diese Zeilen hier liest, wild und zügellos zu beschreiben, was ich gerade anhabe. Dass ich mich selbst, mumienartig in meine Kuscheldecke eingerollt, mit ungekämmten Haaren, in meiner mit Herzchen bedruckten Jogginghose und dem zerfledderten Shirt mit Loch und dem Schokoladenfleck von vorhin, als ich mir diese riesen Portion Eis in den Mischer gezwiebelt habe, ohne Rücksicht auf Verluste, jetzt gerade, in genau diesem Moment, alles andere als hinreißend und schwanenhaft finde. Aber – ich bin satt und voller Kohlenhydrate. Das mag dich, dicken, bärtigen Mann jetzt zwar nicht geil machen, aber mich Hormonopfer macht es übertrieben glücklich. Und um mein Glück geht’s doch schließlich nur. Um die Erkenntnis, dass man auch mit Eiswampe und Assipalme noch in Schwanensee mittanzen kann. 

Fakt ist doch, auch die Bitch auf Instagram hat Selbstzweifel. Bin ich bisschen schön? Bin ich gut genug? Bin ich liebenswert? Und ist das da in Lightroom, auf diesem Foto hier, etwa Cellulite an meiner Wade? Was zur Hölle…! Ach nee, ist bloß ein Schatten. Puhh, heiliges Rhinozeros, auf den Schreck erst einmal ein Kinder Bueno. Aber, was ich doch eigentlich sagen wollte, ist – ob mit Schatten oder ohne, ich möchte niemand anders sein. Ich bin gerne ich. Und ich mag diesen Körper (auch wenn wir über die Sache mit den diversen Eispackungen in den letzten Tagen sicherlich nochmal sprechen könnten.) Bis man zu dieser Erkenntnis gelangt, ist es allerdings meist ein langer Weg. Der ein oder andere mag jetzt vielleicht einwerfen wollen, dass das doch einfach ein Prozess ist, dieses Erwachsenwerden eben, aber an dieser Stelle bevorzuge ich es dann allerdings, mir die Ohren zuzuhalten und lautstark zu rufen, dass ich nichts von alledem hören kann – laa – laa – laaaa. Erwachsenwerden, die spinnen doch. Aber nun gut,  dass es ein Prozess ist, damit könnten sie wahrscheinlich recht haben… 

Und ja, für mich persönlich hat mein Blog zu diesem Reifeprozess unglaublich viel beigetragen. Insbesondere auch das letzte halbe Jahr, in dem ich angefangen habe professioneller zu fotografieren. Auch andere. Familie. Freunde. Denn am Ende geht’s doch nur darum, sich selbst für gut genug zu befinden. Ohne wenn und aber. Sich nicht an Likes als Maßstab einer neuerdings gesellschaftlich attestierten Form von Schönheit zu bemessen. Und sich selbst einfach mal das Prädikat „wertvoll“ zu verleihen. So richtig mit Button am zerfledderten, mit Eiscreme beschmierten T-Shirt und so. „Wertvoll“, aber sowas von. Welchen Weg man wählt, um am Ende des Tages zu genau dieser Erkenntnis zu gelangen, das ist allerdings jedem selbst überlassen. Wenn der dicke, bärtige Mann und ich euch auf dem Weg dahin zumindest ein ganz klein wenig zum Schmunzeln bringen konnten, dann soll das schon alles gewesen sein, was ich mit diesem Text bezwecken wollte.

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„You’re pretty much into yourself, aren’t you?“

One question I’ve been asked quite a while ago. Just because I’m on social media, posting pictures of myself and running a blog. And yep, there might be people in this world who are pretty much in love with their own reflection in the mirror, I won’t doubt that, but for me personally – no, simply no – what a dumb thesis, that posting pictures of myself leads to the conclusion that it’s me I’d like to fuck with more than anything.

In my opinion photography is an art, an underestimated kind of art. Moreover, while especially standing in front of a camera, it’s also kind of a chance you get to face up with yourself. Or in other words, you may start to learn to see yourself, which leads me to the topic I would like to talk about, which is self-esteem and acceptance as this is not what you’ll find behind every duck face you see on your instafeed, even though we all aim to be swans in the end. 

Well then, while talking about self-esteem and acceptance I don’t wanna miss the chance to be untamed and tell the thick, bearded man, who’s sitting in front of his laptop and reading these lines right now, that I personally don’t consider myself – while laying around in my sweatpants with allover heart print and destroyed, old shirt with chocolate stains from the maximum size ice cream I just had a few minutes ago – as too gorgeous at the moment anyways (but I’m full of carbs – and this probably doesn’t make you horney thick, bearded man, but makes me as a victim of my hormones excessively happy, so deal with it).

So let’s face the truth. Even that bitch on instagram has to deal with self-doubts. Am I beautiful? Am I good enough? Am I loveable? And what the heck, is this cellulite on my calf in this picture here? Oh wait, it’s only a shadow. Damn, freaking god, don’t scare me this way! But – what I actually wanted to say is that – with a shadow on my leg or without, I wouldn’t wanna be anyone else but me. I like being me. And I like the body my soul lives in (even though we might need to talk about that massive ice cream massacre those last few days…I’ve been killing it…all of it). But well, talking about being grateful for the body we’re in is something that takes some time. It’s kind of a process that in the end leads you to this perception – and the only right conclusion. Some may say that this might be part of growing up, but that’s always the moment I start covering my ear’s, shouting I can’t hear anything of what you just said – laa – laa – laaaa. Growing up, they’re crazy! But well, they might be right that it’s always an individual process in the end.

And yep, my blog definitely contributed to my comfort and process in so many different ways. Especially those past few months, as I found a new passion in photography. Because in the end, it’s all about feeling good. Feeling good enough. Unconditionally. About not taking Likes on Instagram as a benchmark for your own beauty. And about wearing colorful buttons saying „valuable“ on your destroyed, old shirt with that chocolate ice cream stains on it, just in case you forget from time to time. As a reminder. And in the end it doesn’t matter which way you choose to make that process going further. As long as I made you smile about that thick, bearded man, I’m happy. As this was the only aim I had writting this text. 

Memory minutes

Ein desaströses Date – ein Gedächtnisprotokoll

„Bist du eher naiv oder dominant?“, fragte er mich als ich gerade an meinem Wein nippte. Ich schaute ihn an, mit diesem Blick, der von Verwirrung und Unbehagen sprach. „Wie bitte?“, fragte ich zögerlich, obwohl ich die Frage akustisch durchaus gut verstanden hatte. „Ich weiß, ich polarisiere“, fuhr er fort und lachte. Ich schwieg, nickte milde lächelnd und nahm noch einen Schluck Wein. „Bist du politisch?“, fragte er mich. „Ich würde mich als linksliberal einschätzen, und als Sozialist, aber ein bisschen narzisstisch bin ich wohl auch“, fuhr er fort. „Ich glaube, das ist ein Joint“, meinte er plötzlich, als ein Ruderboot an uns vorbeizog, dessen Insassen er musterte. „Du nimmst keine Drogen?“, fragte er. „Äh, nein“, entgegnete ich entgeistert. „Hm“, antwortete er enttäuscht, „Noch nie etwas genommen, hast du kein Laster?“ „Nichts in dieser Hinsicht“, erwiderte ich, „Nein“ „Achtung jetzt öffne ich mich dir schon wieder“, sprach er, unter anderem als Anspielung darauf, dass ich ihm auf seine Fragen, die nach meiner Lieblingsstellung und zur Anzahl meiner bisherigen Sexualpartner zuvor die Antwort verweigert hatte, „Ich bin im Kinderheim groß geworden, ohne Liebe, und eine richtige Beziehung habe ich in meinem ganzen Leben noch nie geführt, zumindest habe ich es niemals so empfunden“, fuhr er fort. „Du bist ein sehr emotionaler Mensch, kann das sein?“, fragte er mich. „Ja, schon“, erwiderte ich und sah wie er begann mit den Augen zu rollen, bevor er erneut in einen Monolog verfiel, Dürrenmatt zitierte und mir zahlreiche Male ins Wort fiel um meinen Ausdruck zu korrigieren. „Der Wein ist leer, wollen wir vielleicht auf deinen Balkon umziehen?“, fragte er mich. „Ähm, ich kenn dich doch kaum, ich möchte das nicht“, entgegnete ich ihm. „Du bist spießiger als ich dachte, ich verspreche dir auch, ich rühr dich nicht an“, sagte er. „Nein“, antwortete ich erneut, „ich möchte das nicht“. „Du bist screepy“, entgegnete er. „Screepy?“, fragte ich nach. „Ja, seltsam, creepy eben“, erklärte er seine Wortneuschöpfung. „Dito“, konterte ich kühl. „Aber ich sag dir jetzt mal was“, äußerte er sich erneut, „du bist wirklich attraktiv, vielleicht pusht das ja dein Ego zumindest noch ein bisschen“ „Danke“, antwortete ich emotionslos und mit verwirrtem Stirnrunzeln, blickte starr in Richtung Wasser und Ruderboot und schenkte dem letzten Schluck Wein in meinem Becher deutlich mehr Beachtung als ihm. „Na toll, ein Danke, also ich hatte mir jetzt eine andere Reaktion erhofft“, äußerte er sich brüskiert, während ich derweil mit meinem Gesichtsausdruck kämpfte, der mir langsam aber sicher zu entgleiten schien. „Der Wein war wirklich teuer, 5,00 €“, äußerte er sich erneut. „Ich kann dir Geld dafür geben“, entgegnete ich unbeeindruckt und starrte weiterhin in die Ferne. „Lass uns zusammen packen“, sagte ich schließlich zu ihm und begann die Picknickdecke auszuschütteln, die er mitgebracht hatte, während er fortwährend darüber schimpfte, wie dreckig sie doch geworden wäre. „Das tut mir sehr leid“, antwortete ich unterkühlt-diplomatisch. Ein Stück gingen wir noch in dieselbe Richtung, ich schwieg, in der Hoffnung, dieser Weg würde ein leichter sein und Xavier Naidoo würde nur dieses eine Mal unrecht behalten. „So nah“, sprach mein Date so vor sich hin, als wir feststellen mussten, dass wir nur wenige hundert Meter voneinander entfernt wohnen. „Und doch so fern“, fügte ich unmittelbar hinzu und mir wurde bewusst, dass Xavier Naidoo tatsächlich recht behalten sollte. „Was ist denn nun deine Lieblingsstellung?“, fragte er mich auf diesen letzten Metern erneut. „Ich glaube, darauf muss ich nicht antworten“, entgegnete ich ruhig, woraufhin er lautstark anfing zu lachen während er sein Fahrrad neben mir herschob. „Genau mit dieser Reaktion habe ich gerechnet“, sagte er, „du bist wirklich so berechenbar“

„Ich muss da vorne links abbiegen“

„Okay, alles Gute“

„Alles Gute“

Strength

Stärke. Ein Wort mit dem ich mich im ersten Augenblick wahrscheinlich nicht sofort in Verbindung gebracht hätte. Warum auch. Denn bedeutet Stärke nicht, hart und taff zu sein, so richtig unbezwingbar? Aber ich bin kein Fels, vielmehr ein Softball. Bloß nicht zu fest drücken und pass doch bitte mit den Fingernägeln auf, das tut mir weh. Nein, ich bin nicht felsenfest, bin nicht unverwundbar, wenngleich auch nicht butterweich. Eben ein Softball, an dem so manches abprallt, so manches dennoch seine Spuren hinterlässt. Und wer nicht felsenfest ist, der kann doch niemals stark sein, dachte ich.

Und ich lies die Gedanken weiter kreiseln. Warum eigentlich sollte man Stärke nur an der Härte des Felsens oder an Popeyes Spinatarmen bemessen. Stark ist doch nicht, wer das Glas Gewürzgurken aufbekommt oder wer im Fitnessstudio die schwersten Gewichte in die Lüfte stemmt, nein, ich rede von einer anderen Form von Stärke.

Denn du bist stark, wenn du den fiesesten Liebeskummer deines Lebens überwunden hast. Und diesen Kater, von dem du dachtest, du würdest ihn wohl nie loswerden, Tierfreund hin oder her. Du bist stark, wenn du deinen Träumen nachjagst, ganz gleich, wie viele dich dafür belächeln. Immerhin hast du welche. Du bist stark, wenn du erkannt hast, dass du selbst zu sein, die beste Idee war, die du jemals hattest. Weil Individualität etwas tolles ist und weil es dir egal ist, ob dein vorlautes Mundwerk heute wieder anecken wird. Weil du nicht jedem gefallen musst – und möchtest. Du bist stark, weil deine kindlichen Vorstellungen, dass man aus dieser Welt noch immer einen besseren Ort machen kann, schlichtweg zeigen, dass deine Sichtweise auf die Dinge eine durchweg positive ist und wenn nur alle so denken würden wie du, dann hätten wir sie wahrscheinlich schon längst, diese bessere Welt von der alle reden.

Und vielleicht ist es tatsächlich so, dass wir viel zu oft vergessen wie stark wir eigentlich sind. Weil wir uns an falschen Parametern messen. Uns überhaupt messen. Denn Stärke ist nicht messbar. Und wahrscheinlich, ja ganz wahrscheinlich, sind wir alle keine Felsen, nur weiße Softbälle. Und am Ende ist Stärke eben so viel mehr als nur ein Bestandteil der Kartoffel, den man im Chemieunterricht so gern violett eingefärbt hat.

  

 


 

Strength. A word I certainly have never used to describe myself to others yet. I mean, doesn’t being a strong person includes being both tough and absolutely invincible? But I’m not a rock, I’m more of a softball. Don’t push me too hard and please be careful with your finger nails, you might hurt me. No, I’m not invincible, I’m not steady as a rock, so for that reason how would I be able to consider myself as strong then I was wondering.

So I let my thoughts spin around for a while and suddenly there was this question popping up on my mind. Isn’t strength so much more than just being physically strong and a tough person? The answer was immediately clear to me. Yes, it surely is.

You’re a strong person if you survived the worst lovesickness you could have ever imagined. And on top, the worst hangover of your whole drinking career. You’re strong if you keep on chasing your dreams no matter what people say. If they had dreams they would be chasing theirs instead of focussing on you, that’s for sure. You’re strong if you recognized that being you and only you is the best idea you ever had. Because individuality is personality and something you should be proud of. You’re strong if you don’t care if your loose tongue is rubbing the wrong way today, because you don’t need to appeal to anyone but yourself – and you don’t want to. You’re strong because your naiv thoughts on how we all could make this world a better place only show that you’re always focussing on the postive aspects and let’s be honest, if all people thought like you, we maybe had it already, this better world everyone’s talking about.

And maybe it’s just like that, we all too often forget about how strong we really are. And let’s face the truth, in the end only a very few are steady rocks, most of us are softballs, but strength is about so much more than being invincible.

Photography: Janna Kamphof

Outfit: Body – A Star is Born via Asos (get it here)