Monthly Review November 2017

Wie könnten sie uns zähmen.

Wir schaffen es noch nicht einmal bei unseren eigenen Gedanken.

Schreibblockade. Es ist, als würde ich zunehmend nicht mehr als vier Zeilen aneinandergereiht bekommen. Als würde ich Stunden damit verbringen, ein leeres, weißes Dokument anzustarren, im stetigen Versuch, jene Gedanken niederzuschreiben, die mir noch zuvor den ganzen Tag durch den Kopf geschossen sind. Als wären es Wildpferde, die durch meinen Kopf galoppieren. Im Herdenverband. Ungebremst, nicht aufzuhalten. Eines roher und schöner und schneller als das andere. Und es ist, als würde ich dasitzen und ihnen zuschauen, nur zuschauen, wie sie galoppieren, unfähig, hinterherzukommen, unfähig, ein einziges zu zähmen. Einzig fähig, dazusitzen, sie zu bestaunen, wie roh und schön und schnell sie sind.

Der November war turbulent. Und in gewisser Weise wegweisend. Schätze ich. Denn wer mich kennt, der weiß, welchen Stellenwert das Kreative im letzten Jahr für mich eingenommen hat. Das Schreiben, das Fotografieren anderer und ja, auch das Umsetzen eigener Fotoprojekte. Ersteres und Letzteres teile ich ja bereits hier auf dem Blog mit euch. Unbekannt geblieben, sind euch hingegen bislang die Fotografien anderer, meine Offlineaktivitäten, die ich bislang nicht öffentlich geteilt habe. Denn ja, ich habe einen Faible für Portraits, und ganz besonders für den Bildausschnitt ab Oberkante Bauchnabel. Nachdem ich in diesem Jahr viele kleinere und auch umfangreichere Shootings absolviert habe, und zu keinem Zeitpunkt je darüber gedacht hatte, dass dieses wunderschöne Hobby einmal mehr für mich sein könnte, erreichten mich in den vergangenen Monaten und Tagen neue Anfragen. Crazy! Denn mit der Euphorie über die aktuelle Entwicklung kommt auch die Angst vor dem Versagen. Davor, vielleicht (noch) nicht (oder niemals) gut genug zu sein. Der Perfektionismus im Nacken, das teuflische Äffchen auf meiner rechten Schulter, der gesunde Respekt vor der Sache. Mehr möchte ich an dieser Stelle natürlich auch erst einmal noch nicht verraten. Ihr könnt euch aber sicherlich vorstellen, dass offline gerade so einiges bei mir los ist. Das erklärt vermutlich auch die Herde Wildpferde aktuell in meinem Kopf.

Auf dem Blog gab’s im November drei neue Beiträge. Zum einen einen kurzen Text übers Hinfallen und Wiederaufstehen. In Euphorie. Und Liebe. Ein Neubeginn. Ich fall noch immer ganz oft hin. „Name me“ ist eine kleine Portraitserie, quasi das Resultat einer Hermes Paketlieferung. Wenn man die neue Kamera zum ersten Mal in den Händen hält und ein wenig damit herumspielt. Der Vierzeiler zur Bildstrecke typisch für meine aktuell recht kurze Aufmerksamkeitsspa….. ohh, da liegt noch ein Kinderriegel in der Sofaritze… In meinem letzten Beitrag im November habe ich über Erfahrungen geschrieben, die man ganz allein mit sich selbst macht. Weil es, und das ist meine ganz persönliche Meinung, dem eigenen Wachstum gut tut. Die Komfortzone auch einmal zu verlassen. Die eigene Lösungsorientiertheit auf den Prüfstand zu stellen. Zu erkennen, wozu man selbst eigentlich alles in der Lage ist.

Und nun erst einmal Happy Nikolaus ihr Lieben! 🙂

 


 

How could they tame us.

We cannot even tame our own thoughts.

It somehow feels like I actually cannot get more than a four-liner together at the moment. It feels like spending hours and hours staring at a blank white document while actually trying really hard to write down the thoughts, that have been rushing through my head like all day long before, but whenever I try, for no explainable reason, I fail. It feels like as if my thoughts were wild horses galloping through my head. A herd of them. Unchecked and unstoppable. One’s rawer, faster, even more beautiful than the other. And it feels like I just sit there and watch. Only watch. As they gallop. Unable to keep up. Unable to tame one. Only able to sit there and gaze them, their rawness, speed and beauty.

Last month was quite turbulent. And in some way groundbreaking, too, I guess. Living creativity has become a huge thing for me, this is what I found out this year. Writing and poetry, photography including both standing behind the camera taking pictures of others and from time to time also acting in front of the camera to create own photo series I usually share with you here on the blog, this is what I love to do. By now I haven’t really shared any of my works and projects from behind the camera with you, yet, and let me tell you something, I’m absolutely into portraits. After I’ve done quite a few shootings during this year and never really thought about this wonderful hobby to become anything more than this, there have been new inquiries reaching me those last few months and days. How crazy! But with euphoria also comes the fear to fail. What if I’m (still) not good enough. What if I’ll never be. Perfectionism on the one hand, healthy respect on the other one. But we’ll never know how things turn out until we try, right. So offline life has been quite busy lately as you can probably imagine, but it’s always a good kinda busy, when being able to do what you love.

Of course, there have been new posts on the blog in November. „Summer Child“ is actually not about summer vibes, but about a both consistent and sunny attitude when it comes to getting back up after you’ve fallen down. Unfortunately the text is only available in German so far. „Name me“ is a portrait serie and the result of a spontaneous shooting after my new camera finally arrived. The text, a four-liner, is quite what you are able to expect from me at the moment, as I mentioned before. My last blog post is about making experiences on your own as it’s, and that’s just my personal opinion, the best way to grow, to learn how far you can get with both your mind and body.

Happy St. Nicholas Day! 🙂

 

Photo Credit @schirm.pix

Alone

Es ist Freitagabend, er kippt einen Schnaps während ich an meinem Wasser nippe. Heute keinen Alkohol für mich, denke ich mir, und eigentlich wollte ich auch gar nicht so lang bleiben. Der Geräuschpegel hoch, wir umringt von den anderen unserer Gruppe, allesamt mit einem Bier oder einer obligatorischen Cola in der Hand in Zweiergespräche vertieft, das Restaurant bis auf unseren Tisch mittlerweile nahezu leer um diese Zeit. Er erzählt von Norwegen im letzten Sommer, von seinen tagelangen Märschen allein im Nebel, von Erlebnissen mit Campingkochern, von der unbeschreiblichen Schönheit der Landschaften, durch die er lief, von Einsamkeit und Freiheit. Ich liebe dieses Gefühl, entgegne ich ihm und erzähle davon, dass ich ebenfalls erst kürzlich allein aufgebrochen bin, um auf den Brocken zu wandern. Um den ersten Schnee dieses Winters zu suchen und um ein bisschen zu fotografieren, wie ich es meinen Freunden erzählte, wobei es letztlich wohl doch eher der innere Drang in mir war, der hektischen Großstadt für einen kurzen Moment zu entfliehen, das Gefühl von Freiheit in nahezu menschenleeren Wäldern zu suchen und meine eigenen Grenzen bei Schneefall und Temperaturen um den Gefrierpunkt ein wenig auszutesten, zu überwinden, zu schauen, wie weit ich es allein wohl schaffen würde. Als Frau, die unwahrscheinlich gut darin ist, Brote zu schmieren, Lunchpakete zu machen, besser noch ein zusätzliches Paar Wechselsocken zum Wandern in der Gruppe einzupacken, nasse Füße, man weiß ja nie, aber die nachts allein Zuhause den Fernseher anmacht, nur damit es nicht zu still ist, weil sie Angst hat, Angst vor den Geräuschen, die sie nicht zuordnen kann, die sich beim Joggen vorsichtshalber immer dreimal umdreht, wenn sie im Park an unheimlichen Personen vorbeirennt und die Wegbeschreibungen grundsätzlich anders interpretiert, als sie eigentlich gemeint sind, wie sie so viele Dinge oftmals anders interpretiert als sie eigentlich gemeint sind. Trotzdem wollte ich loslaufen. Und trotzdem bin ich losgelaufen. Die besten Erfahrungen macht man ganz allein, quasi mit sich selbst, entgegnet daraufhin mein Gesprächspartner. Das sei es doch, woran man wächst. Das ist Freiheit, das ist Glück. Wenn man Grenzen überwindet. Dinge tut, die man zuvor nicht für möglich gehalten hätte. Wenn einem niemand die Hand dabei hält, füge ich hinzu. Weil man nur auf diese Art und Weise herausfinden kann, wozu man in der Lage ist, was man kann, wer man ist und wer nicht. Weil man nur auf diese Art und Weise herausfinden kann, was man im Leben möchte. 

Und ich möchte noch so viel mehr.

 


 

It’s that kinda Friday night when he tosses down a schnaps while I’m sipping on my glas of water. No alcohol for me tonight, I think, and I actually planned on leaving the next few minutes. High acoustic level, we sit among the crowd, where everyone is busy both talking and holding on to a beer or a coke instead, the restaurant nearly empty at that time except for our table. He’s talking about Norway where he went to last summer, about his hiking adventures, his long walks through really untouched beautiful nature, about feeling loneliness and absolute freedom at the very same time. I love this feeling, I reply, and tell him that I recently went hiking in the Harz Mountains all by myself. In order to search this upcoming winters‘ very first snow and to take some photos with my new camera as I told my friends. To be completely honest it was actually more an inner compulsion to escape the noise and bustle of the big city, to search for that feeling my dialog partner just described a few minutes ago, to test my own limits, to cross them, to surpass my own expectations, how far can I make it, how far will I make it all alone in the heart of nature while snowfall and temperatures around freezing mark. As a woman who’s incredibly good at preparing sandwiches, packing another pair of socks for the case of cold feet when it comes to getting ready for a hiking day in a group, but who’s remarkably insecure when it comes to other things, the girl who turns on the TV at home at night, because she’s afraid of too much silence and sounds that don’t feel trusted to her, who turns around at least three times when jogging and passing by strangers that seem creepy to her and who interprets directions mostly different from what they actually meant to say, as she usually interprets quite a lot of things different from what they actually meant to be. Nevertheless I wanted to start my hike. So I started it. The best experience is the one you make all by yourself, my dialog partner answers. This is what makes you grow. This is freedowm, this is luck. Crossing borders and limits you never thought you could challenge. When nobody is holding your hand, I add, because this is the only way you find out, what’s your possibilities, who you are and who you are not. Because this is the only way you find out what you want in life.

And I want so much more. 

 

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photo credit @schirm.pix

Name me

Nenn mich nicht Adaption,

auch nicht Kategorie.

Nenn mich Eigensinn

und Allegorie.

 


 

Don’t name me adaption,

neither category.

Name me obstinacy

and allegory.

 

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Monthly Review October 2017

Havana-ohh-na-nah. Half of my heart is in Havana-ohh-na-nah. Singe ich. Das blasse Mädchen. Das so gar nicht nach Lateinamerika aussieht. Mit Käseschnitte dreiviertelst im Mund. Rote Ampel. Eine Hand am Steuer. Und die andere eskaliert gestikulativ zum Takt der Musik. Ebenso der Kopf voll Käseschnitte. Etwas Brot krümelt aus meinem Gesicht unter den Fahrersitz. Und ich bilde mir ein, noch niemals zuvor ästhetischer ausgesehen zu haben. Denn der Mann im Auto neben mir. Er lacht und nickt. Ich grinse mit vollem Mund zurück. Und ich denke, wir sind uns einig. Der Mann im Auto neben mir und ich. Einig darüber, dass meine Live-Performance mit Vollkornbrotuntermalung nicht nur meinen grauen Herbsttag gerade ein ganz klein wenig bunter gemacht hat. Und dass graue Herbsttage umso bunter werden, je lauter wir die Musik aufdrehen. Erkenntnis im Oktober. Musik ist niemals laut genug. Außer ich versuche rückwärts einzuparken. Dann sehe ich nichts mehr. Weitere Erkenntnisse im Oktober. Mach die Augen zu und küss mich. Nicht jeder, der Grenzen überschreitet, ist zwangsläufig ein Abenteurer. Wer neben sich steht, kann neue Perspektiven genießen. Wieviel wiegt ein Selbstzweifel. Ich glaub, ich habe zugenommen. Ein gutes Bauchgefühl ist manchmal nur einen Schnapps entfernt. Mit Gute-Nacht-Kuss schläft man besser. Und auch in einem Schneckenhaus kann man es sich gemütlich machen. Denn mit Gemütlichkeit kommt auch das Glück zu dir. Es kommt zu dir. Und zwei neue Blogposts kamen zu euch. Hier auf dem Blog. Denn ich war fleißig im Oktober und habe die im Monatsrückblick September angekündigten Posts Realität werden lassen. So Much More ist dabei ein Beitrag anlässlich meines zweijährigen Blog-Jubiläums. Über meine Anfänge. Und darüber, was für eine Art Blogger ich nun eigentlich bin. Oder auch nicht. Zudem zeige ich euch eines meiner derzeit wohl liebsten Herbstoutfits und gestehe an dieser Stelle, dass ich das Strickkleid mittlerweile auch noch in Bordeaux und Grau besitze. Ähm ja. Es ist nicht so wie es aussieht. Das wollte ich nicht. Es ist einfach so passiert! …Da muss ich wohl gerade selber lachen…In meinem zweiten Beitrag habe ich zudem über meine Wanderabenteuer in der Sächsischen Schweiz geschrieben. Im Post findet ihr meine Top 3 der Wanderrouten, Insiderinfos zu einsamen Spielplätzen mitten im Wald (Liebe!) sowie weiterführende Links, für die, die gern ihre eigene Tour planen möchten. Übrigens, auch trübes Novemberwetter hindert einen nicht daran, sich ab und zu auch mal wieder in ein paar kleine Abenteuer zu stürzen. In diesem Sinne, happy hiking, happy November und – ach ja – please don’t stop the music! 

 


 

Havana-ohh-na-nah. Half of my heart is in Havana-ohh-na-nah. This is what you hear me singing. Me. The pale girl not looking like she’s ever seen a tiny bit of sun before, but nevertheless, of course, feeling full Cuban vibes and temper while singing along to the song on the radio with full mouth, because I’m having a cheese sandwich the same time as well. Red light ahead, so one hand is grabbing the steering wheel, while the other one is escalating in time with the music. As well as my head with still a full mouth. Some crumbs, of course, making their way all over my jacket, then reaching the floor of my car. And I suppose, I have never looked more adorable than this moment. Because the man in the car right next to me, he’s answering with a nod, and obviously laughing out loud. I grin back at him. And it seems like we agree. On this car party not only lighting up my grey fall day. And on the fact, that grey fall days turn out even brighter the more you turn up the volume of the music you love. Realizations in October. There’s no too loud when it comes to music. Except I’m trying to back into a parking space. Otherwise, I can’t see anything. Further realizations in October. Not everyone, who’s crossing borders can be called adventurer. Feeling like standing-beside-oneself leads to new perspectives. How much weighs a self-doubt. I guess I gained some weight. A good gut feeling is sometimes only a schnapps away. You always sleep better when kissed goodnight. Who said you can’t make yourself a comfortable home in a snail shell. And don’t spend your time looking around, for something you want that can’t be found. When you find out you can live without and go along not thinking about, I’ll tell you something true, the bare necessities of life will come to you. They’ll come to you. In addition, in October it’s been two new blogposts coming to you as I’ve been super busy and wrote on that two new articles I pre-announced in my September review. The first post So Much More is about my blog anniversary as I launched my blog exactly two years ago. It’s about my very beginnings and about finding an answer on the question what kind of blogger I actually am. Or not am. I’m also showing you one of my favorite fall outfits lately and I probably have to admit, that I do own this next coziness level knit dress in bordeaux and grey as well now. Well. It’s not what it looks like. I really didn’t want things to turn out this way. It just happened for no reason! …Haha, laughing about my own excuses…My second article is about my hiking adventures in Saxon Switzerland this year. You find my top three hiking routes, some inside information about lonely playgrounds in the middle of nature as well as some additional links with further information and for those, who like planning their own trip. By the way, November weather doesn’t hold you back from hurling into new adventures. With this in mind, happy hiking, happy November and – of course – please don’t stop the music. 

 

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Photo Credit @schirm.pix

 

Summer child

Filmausschnitt. Das Sommerkind. Ich war sieben und ein Wirbelwind. Der Weg vom Haus zum Gartentor. Der Moment als ich meinen Blick verlor. Bevor. Ich stürzte. Weinte. Ich stand tapfer auf. Mama machte mir ein Pflaster drauf. Und als ich erneut rannte. Dieselbe Stelle erneut zu spät erkannte. Und wieder stürzte. Weinte. Schrie. Da sagte ich mir. Nie. Nie wirst du dich davon beirren lassen. Ein Optimist, der kann es niemals lassen. In Euphorie. Und Liebe. Ein Neubeginn. Ich fall noch immer ganz oft hin.

 

Photo Credit @schirm.pix

Hiking through Saxon Switzerland

Heute. Aus der Kategorie: Dinge, die ich brauche wie die Luft zum Atmen. Wandertage. Und ich erinnere mich noch genau daran. Damals. Als pummeliges, prä-, inter- und postpubertäres Etwas. Was habe ich es gehasst. Und heute. Da hat es sich mittlerweile so eingeschlichen, dass ich gut einmal im Monat mit einem Auto voll Herzensmenschen in Richtung Wälder und Berge fahre. Weil ich es liebe. Mal rauszukommen, der hektischen Großstadt zu entfliehen. Und dabei würde ich sagen, dass das Leben in einer Stadt wie Leipzig sicherlich noch weitaus weniger hektisch ist als anderswo, ausgenommen vielleicht der Berufsverkehr. Meine Güte, was hasse ich da einfach alles und jeden. Aber zurück zum Thema…

noch so ein ganz klein wenig unberührt:

die Sächsische Schweiz

Die Sächsische Schweiz. Der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges südöstlich von Dresden. Und zugegeben. Wer an einem sonnigen Samstag oder Sonntag zur besten Kaffee- und Kuchenzeit in Richtung Basteibrücke spaziert, der sollte sich dessen bewusst sein: you’ll never walk alone. Ganz ehrlich, das macht keinen Spaß. Also mir zumindest nicht. Daher bevorzuge ich Routen abseits der überlaufenen Tourizentren, und zu denen zähle ich u.a. die kleinen Städtchen Bad Schandau und Rathen. Versteht mich bitte nicht falsch, diese Kurorte sind herzallerliebst und laden in jedem Fall dazu ein, nach einer anstrengenden Wanderung noch irgendwo einzukehren, um ein Bier(mixgetränk) zu kippen und sich ein riesengroßes Stück Kuchen in den Mischer zu zwiebeln – aber wenn ich wandere, dann möchte ich fernab vom Massentourismus sein. Inmitten der Natur. Dann möchte ich mich verausgaben. Mich dreckig machen. Mich ein kleines bisschen so fühlen als hätte ich indianische Kriegsbemalung im Gesicht. Weil ich ein kleiner Abenteurer bin, der seine Wasserflasche an einem Bach neu befüllt und der durch enge Schluchten kraxelt. Bisschen unbeholfen, mindestens einmal gestürzt und wenigstens zweimal beinahe. Dann möchte ich mich neben einen kleinen Wasserfall setzen und mein fancy Avocadobrot essen. Und den Kinderriegel, den ich mir zum Nachtisch eingepackt habe. Because you can get the Stadtkind out of town, but never the town and its Import- and Süßwaren out of the Stadtkind. Aber Ziel ist doch, einen Ausgleich zu schaffen, Ruhe zu finden, Gespräche über Gott und die Welt zu führen oder um schlichtweg einfach mal zu schweigen.

und wohin jetzt mit den Stadtkindern?

Nun. Alle Fleckchen im Elbsandsteingebirge habe ich bisher natürlich noch nicht erkundet. Allerdings habe ich binnen eines einzigen Sommers so viel gesehen, wie zuvor in Jahren nicht und ich denke, das legitimiert mich, um an dieser Stelle ein bisschen zu plaudern. Über schöne Wanderrouten. Und das Gefühl von Avocadoschnitte unter freiem Himmel. Alle Wanderungen, die ich euch hier vorstelle, sind Rundwanderungen und Tagestouren mit mittlerem oder schwerem Schwierigkeitsgrad und geeignet für all jene, die mindestens ein Paar gute Wanderschuhe besitzen. Die Anstiege sind allesamt zu bewältigen, auch für Raucher. Testreihen am lebenden Objekt wurden durchgeführt! Es bedarf keiner professionellen Ausstattung. Und ja, meine ersten Wanderausflüge fanden tatsächlich in Jeansshorts, Hoodie und mit Turnbeutel auf dem Rücken statt. So ist das eben, wenn man dreiunddreißig Paar Handtaschen, aber keinen einzigen Wanderrucksack besitzt. 😀 Aber legen wir erst einmal los…

Bärenfangwände – Richtergrotte – Goldsteig

Route 1 - Bärenfangwände - Richtergrotte - Goldsteig-1

Schwierigkeitsgrad: mittel

Dauer: 5:00 Std

Strecke: 13,6 km

Aufstieg: 579 m

Abstieg: 579 m

 

Wer nach Ruhe sucht, wird hier definitiv fündig werden. Die Tour ist sehr waldig und startet, etwas außerhalb von Bad Schandau gelegen, auf dem Wanderparkplatz Neumannsmühle. Sollte man dort auf dem Parkplatz noch viele Wanderer sehen, wird sich das bald verlaufen und man gelangt in Bereiche der Hinteren Sächsischen Schweiz, die in der Tat noch nie etwas von dem Begriff „Handynetz“ gehört zu scheinen haben. Aber gut so. Genau deshalb sind wir ja da. Der Wanderweg verläuft um die Bärenfangwände des Kleinen Zschand herum zur Richtergrotte, wo wir während unserer Tour auch Rast gemacht hatten (hatte ich schon erwähnt, dass ich da mein Avocadobrot und den Kinderriegel aß?). Weitere Details zur Wanderung, eine ausführliche Wegbeschreibung sowie Bewertungen anderer Wanderer findet ihr übrigens hier. Auf dieser Outdoor-Website stelle ich mir sehr gerne meine Wanderungen zusammen und möchte sie daher natürlich auch hier als Quelle bzw. weiterführende Lektüre kenntlich machen. 🙂

Bad Schandau – Tafelberge Gohrisch, Papststein & Kleinhennersdorfer Stein

Route 2 - Bad Schandau - Tafelberge Gohrisch, Papststein und Kleinhennersdorfer Stein-1

Schwierigkeitsgrad: mittel

Dauer: 5:00 Std

Strecke: 15,0 km

Aufstieg: 650 m

Abstieg: 650 m

 

Für mich persönlich wohl mit Abstand eine der abwechslungsreichsten Routen. Sie startet unmittelbar in Bad Schandau und führt aus der Stadt hinaus in etwas höhere Lagen. Dabei durchstreift man Wälder, entdeckt kleinere Ortschaften, kraxelt über Felsen und durch enge Schluchten hindurch, spaziert mit weitem Blick entlang der Felder und genießt auf dem Gipfel des Tafelberges Gohrisch einen grandiosen Ausblick über die Vordere Sächsische Schweiz. Die Route führt zudem an einem kleinen, versteckten Spielplatz vorbei, der sich mitten im Wald, an einem Bach befindet. Schaukel und Wippe wurden von mir selbstverständlich auf ihren Spaßfaktor überprüft und für überragend befunden. Der Rückweg führt an einer Koppel mit Rehen und kleinen Baby-Bambis vorbei und schließlich zurück nach Bad Schandau. Insgesamt einfach eine wunderschöne Route, die ich in jedem Fall empfehlen kann. Mehr Details zu dieser Wanderung, die komplette Wegbeschreibung zum Ausdrucken sowie die Bewertungen anderer Wanderer findet ihr wieder hier.

Auf der oberen Affensteinpromenade

Route 3 - Affensteine-1

Schwierigkeitsgrad: schwer

Dauer: 5:25 Std

Strecke: 13,5 km

Aufstieg: 925 m

Abstieg: 814 m

 

Last but not least. Eine Tour, die ich tatsächlich noch nicht spaziert bin, aber die ich gern, auch auf vielfache Empfehlung von Freunden, erwähnen möchte und die ich mir daher für den nächsten Trip vorgenommen habe. Die Tour gilt als Geheimtipp und soll eine grandiose Aussicht bereithalten. Der Aufstieg ist hier mit einigen Höhenmetern mehr verbunden, aber sofern man sich nicht unmittelbar vor Aufstiegsbeginn noch einen fetten Dönerteller reinzwiebelt, sollte auch das „unbeschwert“ zu schaffen sein. Mein Optimismus stirbt zumindest zuletzt. Ich verspreche, ich werde berichten. Den Link mit weiteren Informationen zur Wanderung findet ihr hier.

Und nun, happy hiking! 🙂

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Rückweg nach Bad Schandau

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Felder um Kleinhennersdorf und Papststein
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Ausblick vom Gohrisch

 


 

As a teen I was pretty sure, that there couldn’t be anything more boring than hiking in this world and as I used to be a fat kid complaining about too much sports anyways, it’s actually not such a big thing that I wasn’t that much into hiking, too. Well, what can I say? Things have changed a lot since back then. Today it’s more like I couldn’t live without my little outdoorsy adventures from time to time, so once a month I take some of my besties and we make our way up to the mountains and to the woods in order to calm down, to work a bit of that everyday stress off and to enjoy some unspoiled countryside.

Saxon Switzerland is what you call the German part of the Elbe Sandstone Mountains souteast of Dresden. It’s a National Park that is only a two-hour drive away from my hometown Leipzig and definitely worth the distance you cover on the road to get there. When in Saxon Switzerland I prefer places away from mass tourism, away from the small towns and health resorts as I like walking the lonely routes. I like getting dirty, I like the feeling I get when refilling my bottle with the water of a river I sit next to and I like having lunch somewhere underneath the sky. I tend to have a slice of bread with some avocado then and a bar of chocolate afterwards. Well, I guess, you can get the city kid out of town, but you will probably never get the town and its import articles out of a city kids‘ mind. And tummy, as in my case. I just too obsessed though. But to come back to what I was talking about before, getting some rest and peace is truly the main aim I try to achieve when going hiking, no matter if it is in the beautiful Elbe Sandstone Mountains or somewhere else.

Of course, I haven’t travelled every part of Saxon Switzerland (yet), but I guess a summer full of hiking adventures legitimizes me to chat a little about my past trips and also give some hints in case you’re planning to go there too and still cannot decide for a certain hiking route. In the following, I will show you my top three hiking tours that all don’t require much hiking experience or equipment except for some good shoes on your feet. And yep, when I started my very first hiking tours I was dressed in a hoodie, a pair of jeans shorts and a gym sack on my back (as I own thirty-three bags but not one single backpack…haha!), so you see, I’m definitely not a professionally equipped hiker, but I wouldn’t be me, if I let this hold me back from strolling through nature and making adventurous memories. 😀

Bear Walls (Little Zschand) – Richter Cave – Goldsteig

Route 1 - Bärenfangwände - Richtergrotte - Goldsteig-1

difficulty level: middle

time: 5:00 hrs

distance: 13.6 km

climb: 579 m

climb-down: 579 m

 

Finding peace in the middle of nowhere. This route starts at the hiking parking spot Neumannsmühle and then leads on lonely trails around the Bear Walls of Little Zschand to the Richter Cave where we made a break and I had my avo bread (as this is a very important fact I had to mention it here). This route is much recommended, if you are looking for a peaceful place far away from the noise of the big cities. By the way you can also click this link, if you like to get some more information about this hiking route. It’s a German website where you can plan your hiking routes, see some more pictures and read other hikers‘ feedback. They also offer an English translation.

Bad Schandau – Table Mountains Gohrisch, Papststein & Kleinhennersdorfer Stone

Route 2 - Bad Schandau - Tafelberge Gohrisch, Papststein und Kleinhennersdorfer Stein-1

difficulty level: middle

time: 5:00 hrs

distance: 15.0 km

climb: 650 m

climb-down: 650 m

 

Most diversified hiking route in my opinion. This is my favorite tour so far as it offers so many both beautiful and completely different sceneries including gorgeous views from the sandstone cliffs you climbed up before, fairytale woods and meadows and also small villages where you can grab an icecream (I did!). While hiking through Vorder Saxon Switzerland you pass a playground that is located right next to a small river in the forest. Of course, I tested the swing and I can tell you, I was so full of happiness! On the way back we passed by a paddock with deer (I saw Bambi!) and then ended up in pretty Bad Schandau again, where I can definitely recommend stopping by a café or restaurant to get yourself some yum cake or dinner. You can find some more impressions by simply clicking here.

The Upper Affenstein Promenade Trail

Route 3 - Affensteine-1

difficulty level: difficult

time: 5:25 hrs

distance: 13.5 km

climb: 925 m

climb-down: 814 m

 

Last but not least. I haven’t walked this tour yet, but I would like to list it here as well as it has been recommended to me by so many of my friends. The tour is described as an insider tip and I’m already planning my next trip there. The hiking route itself is a little more difficult, because of the height and climb, so you probably shouldn’t have a doner kebab right before you start your climb, but otherwise, I think, this should be manageable too. I will definitely tell you when I walked it and made it to the top. You can find some further information concerning this hiking tour by simply clicking here.

And now, happy hiking! 🙂


 cover picture shot by @katha_katinka

snapshots taken non-professionally by myself with my smartphone

maps from https://www.outdooractive.com/de/

So Much More

Dem ein oder anderen mag es vielleicht schon aufgefallen sein. Insbesondere denen, die meinen Blog schon etwas länger kennen. Trommelwirbel setzt ein. Denn Stephie Ey feiert aktuell zweijähriges Bestehen. Aber ja, das, wofür ich zu Beginn zu stehen suggerierte, das bin ich wohl nicht mehr. Und vielleicht war ich es auch nie. Denn ich erinnere mich an eine Zeit vor etwa einem Jahr, als ich angesprochen wurde, von Freundesfreunden, ach ja, du bist ja Fashionblogger, richtig? Und ich erinnere mich an eine Zeit vor etwa einem Jahr, da erregte es in gewisser Weise Unbehagen in mir, wenn mich Leute so bezeichneten. Nicht, dass an diesem Begriff etwas falsch wäre. Nein. Nur fand ich ihn eben unpassend. Wenn er mich beschreiben sollte. Oder meine Texte hier auf dem Blog. Aber ich bin kein Fashionblogger, so viel steht fest. Wer meinen Instagramfeed kennt, der weiß, dass der nicht clean ist. Nicht einheitlich. Und schon gar nicht strukturiert. Weil ich Chaos im Kopf habe und bunt und sprunghaft bin, wenn es um Ideen geht. Wieso sollte mein Instagramfeed also aufgeräumter sein als mein eigener Kopf. Ich habe keine Ahnung von Flatlays und ich lese auch nicht die Vogue. Und wenn ich schreibe, dann hängt da mein Herz dran. Dann fühlt es sich belanglos an, der Welt nur zu erzählen, was ich heute trage und von welchem Label das Paar Schuhe ist, das ich an meinen Füßen trage. Da möchte ich doch noch über so viel mehr schreiben. Über die Momente, in denen ich am glücklichsten bin. Oder am traurigsten. Über die Liebe. Die ich in der Theorie so viel besser beherrsche als in der Praxis. Meine Liebe zur Fotografie und zu Worten. Oder wie in diesem Fall, meine Liebe zu meinem neuen überdimensionierten, kuschligen Pullikleid, in das ich momentan am liebsten einziehen würde. Also halten wir es fest, ich habe keine Ahnung, was für eine Art Blogger ich eigentlich bin. Aber ich denke, so ohne Schublade, dafür aber in Kuschelstrick gehüllt, fühle ich mich ohnehin am wohlsten. 🙂

 


 

Happy Stephie as my blog turns two this month. Some of you have probably noticed that my blog and its content somehow changed especially during the last year. I guess I’m not that stereotype of fashion blogger anymore I certainly used to be at the very beginnings. I also confess, it always felt a bit strange when people called me fashion blogger, and of course, there’s nothing wrong about being one, but I guess I’ve just never really seen me like that and it usually felt like it didn’t seem to be the right word to describe my work here on the blog, or aside from that, me personally. I suppose I cannot find any other word or describtion either, but I know, yeah for sure, that I’m not a fashion blogger. I don’t read Vogue and I have absolutely no clue when it comes to flatlays. My Instagram feed is a mess and so is my head with all its ideas and thoughts I like puting out into texts. And when I’m writing I put all my heart into it as well, which obviously makes it hard and somehow rather negligible to only tell the world what I’m wearing today. I want to write about so much more. I want to write down the moments I was the happiest. Or the saddest. I want to write about the things I love and this, of course, includes photography, hiking whereever I go and exploring whatever crosses my way. And this could also include a new pair of shoes from time to time as girls will be girls, won’t they. Or like in this current blog post a cozy knit dress and some overknee tights that keep me warm while walking through the woods on colder days. So let’s face the truth again, I have no idea what kind of blogger I actually am, but I guess I’m pretty fine with that, too.

 

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Knit Dress – Zara (get it here)

Overknee Tights – Kunert (shop it here)

Boots – Zign (get similar ones here)

Bag – DKNY (dark red version here)

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Photos by schirm.pix

Monthly Review September 2017

Im September. Wie viele Kilometer mag ich da wohl zurückgelegt haben. Auf der Autobahn in Richtung Meer. Auf der Autobahn in Richtung Berge. Und immerzu in Gedanken, vor und zurück. Im September. Da saß ich am Lagerfeuer, unterm unverfälschten Milchstraßenhimmel, und habe das erste Bier meines Lebens mit einem Feuerzeug geöffnet. Da habe ich das Meer gesehen und manch anderer plötzlich nur noch meinen Windschatten. Da habe ich vor Wursttheken gekuschelt und hätte am Mittelpunkt der Republik beinahe meine Unsicherheit vergessen. Und deine fast noch mit dazu. Im September. Da war ich irgendetwas zwischen appetitlos und Softeisweltrekord. Da habe ich mich wohlgefühlt. Und irgendwie auch nicht. Da habe ich mich so gesträubt und es dann doch einfach mal passieren lassen. Da habe ich mit einem Müllbeutel in der Hand das Haus verlassen und bin, genaugenommen, mit zwei Tüten Wertschätzung zurückgekommen. Im September. Da habe ich Camemberts verschenkt. Und nicht nur die. Da bin ich in Gummistiefeln durch Pfützen gestapft, habe mir Sorgen gemacht und gleichzeitig noch einmal meine Definition vom Glück überdacht. Im September. Da habe ich Schäfchen gezählt. Und ihnen währenddessen den Bauch gekrault.  Da habe ich vor Lachen exakt einmal geweint. Da habe ich Birnen gepflückt, an Ideen gefeilt und nachts auf einem Feld, einzig im Licht der Sterne, Eskimoküsse verteilt. Fünf Bundesländer. Unzählige Eindrücke. Das Kompliment mutig. Und eine neue Haarfarbe. Verrückt dieser September. 

Und im September. Da habe ich über die Liebe geschrieben. Plato’s Symposium Vol. II – ein Beitrag über die Entstehung der Liebe. Weil ich dazu stehe, dass ich zu 67 % aus Wasser und im übrigen Anteil aus Kitsch bestehe. Und weil ich daran glauben möchte. Darüber hinaus sind mit 3.8 und No One zwei weitere Texte, oder vielmehr Gedichte, online gegangen. Für den Oktober habe ich geplant, einen Outdoor-Post über meine unglaublich schönen Wanderabenteuer in den vergangenen Monaten, einschließlich Wanderroutenempfehlungen abseits touristisch überlaufener Kurorte und Sehenswürdigkeiten, zu schreiben. Zudem soll es nach längerer Zeit mal wieder einen herbstlichen Fashionbeitrag geben. Mehr verrate ich allerdings noch nicht. Und somit erst einmal auf auf in einen goldenen Oktober. 🙂

 

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Wenn du nicht weißt, dass du gerade fotografiert wirst. Weil du nur Meer im Kopf hast.

 

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Die Kunst besteht darin, auch dann nach vorne zu schauen, wenn der Blick zurück so viel vordergründiger erscheint.

 

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In September. I traveled so many kilometers. Both on the freeway and on my mind. In September. I sat nearby the bonfire looking up at the Milky Way above and I surprisingly managed, for the very first time in my life, to open a beer with a lighter. Moreover, I even managed not to lose a finger. Even though it kinda felt like it during the painful twenty minutes I had been trying with full physical involvement before. In September. I’ve made it to the sea and the moment I saw the ocean was the moment someone else wasn’t able to see anything but my slipstream then. In September. I snuggled in front of the meat counter. And I had almost forgotten about my insecurity. I think, I had almost forgotten about yours either. In September. I’ve felt comfortable. And for some reason I haven’t. I tried not to let that things happen, but let it happen anyways. I left the house with garbage and came back home with appreciation. In September. I gave away camemberts. And a lot more than that, I think. There have been moments in the mud, in the sand and in the woods. There have been moments cuddling with sheep and stroking their bellies. And there have been moments under the night sky that emphasized that in life it’s simply all about the moments. Five federal states. One thousand unforgettable impressions. One compliment that truely made my day. And a new hair color. September, you’ve been super crazy.  

In September I’ve uploaded quite a bit new stuff on here. Plato’s Symposium Vol. II is a Greek myth about the origin of love and as I confess that it might be true that I consist of 67 % water and for the rest of kitsch you surely won’t be surprised if you hear me say, yep, I like it and I want to believe in it. Moreover two short poems made it on the blog. 3.8 and No One are also available in an English version, too. For October I’m planning an outdoor article about my hiking experiences during the past few months, including some personal recommendations for hiking tours apart from too much tourism in beautiful Saxony, and also a new fashion blog post as I haven’t uploaded anything in this category since months and I guess it’s about time now. 

Happy October! 🙂

No one

Manchmal stoßen zwei Menschen mit ihren Köpfen aneinander.

Und niemand ist schuld.

Manchmal stoßen zwei Menschen mit ihren Herzen aneinander.

 


 

Two people sometimes collide with their heads.

And no one can be blamed.

Two people sometimes collide with their hearts.

 

3.8

Wer hätte gedacht,

dass man 3,8

Kilogramm Ballast

mal so eben

bei der Post abgeben kann.

Was für eine Last

hab ich mir gedacht

und warf dann den Ballast,

der mich nach unten zog,

lächelnd über Bord.

Und wer hätte das gedacht,

was es mit mir macht.

Dass ich so viel höher fliegen kann,

und dass ich so viel schneller segeln kann,

ohne dich an Bord.

 


 

Who would have thought

that 3.8 kilograms of baggage

I’ve been carrying around

can so easily be dispatched

at the local post office branch.

Who would have thought

that it was the best decision

to throw it overboard,

these things pressing on my shoulders

ever since then and now far too long.

Who would have thought

that it makes me feel this good.

That I am flying so much higher,

and that I am sealing so much faster,

with you no longer on board.