Monthly Review November 2017

Wie könnten sie uns zähmen.

Wir schaffen es noch nicht einmal bei unseren eigenen Gedanken.

Schreibblockade. Es ist, als würde ich zunehmend nicht mehr als vier Zeilen aneinandergereiht bekommen. Als würde ich Stunden damit verbringen, ein leeres, weißes Dokument anzustarren, im stetigen Versuch, jene Gedanken niederzuschreiben, die mir noch zuvor den ganzen Tag durch den Kopf geschossen sind. Als wären es Wildpferde, die durch meinen Kopf galoppieren. Im Herdenverband. Ungebremst, nicht aufzuhalten. Eines roher und schöner und schneller als das andere. Und es ist, als würde ich dasitzen und ihnen zuschauen, nur zuschauen, wie sie galoppieren, unfähig, hinterherzukommen, unfähig, ein einziges zu zähmen. Einzig fähig, dazusitzen, sie zu bestaunen, wie roh und schön und schnell sie sind.

Der November war turbulent. Und in gewisser Weise wegweisend. Schätze ich. Denn wer mich kennt, der weiß, welchen Stellenwert das Kreative im letzten Jahr für mich eingenommen hat. Das Schreiben, das Fotografieren anderer und ja, auch das Umsetzen eigener Fotoprojekte. Ersteres und Letzteres teile ich ja bereits hier auf dem Blog mit euch. Unbekannt geblieben, sind euch hingegen bislang die Fotografien anderer, meine Offlineaktivitäten, die ich bislang nicht öffentlich geteilt habe. Denn ja, ich habe einen Faible für Portraits, und ganz besonders für den Bildausschnitt ab Oberkante Bauchnabel. Nachdem ich in diesem Jahr viele kleinere und auch umfangreichere Shootings absolviert habe, und zu keinem Zeitpunkt je darüber gedacht hatte, dass dieses wunderschöne Hobby einmal mehr für mich sein könnte, erreichten mich in den vergangenen Monaten und Tagen neue Anfragen. Crazy! Denn mit der Euphorie über die aktuelle Entwicklung kommt auch die Angst vor dem Versagen. Davor, vielleicht (noch) nicht (oder niemals) gut genug zu sein. Der Perfektionismus im Nacken, das teuflische Äffchen auf meiner rechten Schulter, der gesunde Respekt vor der Sache. Mehr möchte ich an dieser Stelle natürlich auch erst einmal noch nicht verraten. Ihr könnt euch aber sicherlich vorstellen, dass offline gerade so einiges bei mir los ist. Das erklärt vermutlich auch die Herde Wildpferde aktuell in meinem Kopf.

Auf dem Blog gab’s im November drei neue Beiträge. Zum einen einen kurzen Text übers Hinfallen und Wiederaufstehen. In Euphorie. Und Liebe. Ein Neubeginn. Ich fall noch immer ganz oft hin. „Name me“ ist eine kleine Portraitserie, quasi das Resultat einer Hermes Paketlieferung. Wenn man die neue Kamera zum ersten Mal in den Händen hält und ein wenig damit herumspielt. Der Vierzeiler zur Bildstrecke typisch für meine aktuell recht kurze Aufmerksamkeitsspa….. ohh, da liegt noch ein Kinderriegel in der Sofaritze… In meinem letzten Beitrag im November habe ich über Erfahrungen geschrieben, die man ganz allein mit sich selbst macht. Weil es, und das ist meine ganz persönliche Meinung, dem eigenen Wachstum gut tut. Die Komfortzone auch einmal zu verlassen. Die eigene Lösungsorientiertheit auf den Prüfstand zu stellen. Zu erkennen, wozu man selbst eigentlich alles in der Lage ist.

Und nun erst einmal Happy Nikolaus ihr Lieben! 🙂

 


 

How could they tame us.

We cannot even tame our own thoughts.

It somehow feels like I actually cannot get more than a four-liner together at the moment. It feels like spending hours and hours staring at a blank white document while actually trying really hard to write down the thoughts, that have been rushing through my head like all day long before, but whenever I try, for no explainable reason, I fail. It feels like as if my thoughts were wild horses galloping through my head. A herd of them. Unchecked and unstoppable. One’s rawer, faster, even more beautiful than the other. And it feels like I just sit there and watch. Only watch. As they gallop. Unable to keep up. Unable to tame one. Only able to sit there and gaze them, their rawness, speed and beauty.

Last month was quite turbulent. And in some way groundbreaking, too, I guess. Living creativity has become a huge thing for me, this is what I found out this year. Writing and poetry, photography including both standing behind the camera taking pictures of others and from time to time also acting in front of the camera to create own photo series I usually share with you here on the blog, this is what I love to do. By now I haven’t really shared any of my works and projects from behind the camera with you, yet, and let me tell you something, I’m absolutely into portraits. After I’ve done quite a few shootings during this year and never really thought about this wonderful hobby to become anything more than this, there have been new inquiries reaching me those last few months and days. How crazy! But with euphoria also comes the fear to fail. What if I’m (still) not good enough. What if I’ll never be. Perfectionism on the one hand, healthy respect on the other one. But we’ll never know how things turn out until we try, right. So offline life has been quite busy lately as you can probably imagine, but it’s always a good kinda busy, when being able to do what you love.

Of course, there have been new posts on the blog in November. „Summer Child“ is actually not about summer vibes, but about a both consistent and sunny attitude when it comes to getting back up after you’ve fallen down. Unfortunately the text is only available in German so far. „Name me“ is a portrait serie and the result of a spontaneous shooting after my new camera finally arrived. The text, a four-liner, is quite what you are able to expect from me at the moment, as I mentioned before. My last blog post is about making experiences on your own as it’s, and that’s just my personal opinion, the best way to grow, to learn how far you can get with both your mind and body.

Happy St. Nicholas Day! 🙂

 

Photo Credit @schirm.pix

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