Monthly Review September 2017

Im September. Wie viele Kilometer mag ich da wohl zurückgelegt haben. Auf der Autobahn in Richtung Meer. Auf der Autobahn in Richtung Berge. Und immerzu in Gedanken, vor und zurück. Im September. Da saß ich am Lagerfeuer, unterm unverfälschten Milchstraßenhimmel, und habe das erste Bier meines Lebens mit einem Feuerzeug geöffnet. Da habe ich das Meer gesehen und manch anderer plötzlich nur noch meinen Windschatten. Da habe ich vor Wursttheken gekuschelt und hätte am Mittelpunkt der Republik beinahe meine Unsicherheit vergessen. Und deine fast noch mit dazu. Im September. Da war ich irgendetwas zwischen appetitlos und Softeisweltrekord. Da habe ich mich wohlgefühlt. Und irgendwie auch nicht. Da habe ich mich so gesträubt und es dann doch einfach mal passieren lassen. Da habe ich mit einem Müllbeutel in der Hand das Haus verlassen und bin, genaugenommen, mit zwei Tüten Wertschätzung zurückgekommen. Im September. Da habe ich Camemberts verschenkt. Und nicht nur die. Da bin ich in Gummistiefeln durch Pfützen gestapft, habe mir Sorgen gemacht und gleichzeitig noch einmal meine Definition vom Glück überdacht. Im September. Da habe ich Schäfchen gezählt. Und ihnen währenddessen den Bauch gekrault.  Da habe ich vor Lachen exakt einmal geweint. Da habe ich Birnen gepflückt, an Ideen gefeilt und nachts auf einem Feld, einzig im Licht der Sterne, Eskimoküsse verteilt. Fünf Bundesländer. Unzählige Eindrücke. Das Kompliment mutig. Und eine neue Haarfarbe. Verrückt dieser September. 

Und im September. Da habe ich über die Liebe geschrieben. Plato’s Symposium Vol. II – ein Beitrag über die Entstehung der Liebe. Weil ich dazu stehe, dass ich zu 67 % aus Wasser und im übrigen Anteil aus Kitsch bestehe. Und weil ich daran glauben möchte. Darüber hinaus sind mit 3.8 und No One zwei weitere Texte, oder vielmehr Gedichte, online gegangen. Für den Oktober habe ich geplant, einen Outdoor-Post über meine unglaublich schönen Wanderabenteuer in den vergangenen Monaten, einschließlich Wanderroutenempfehlungen abseits touristisch überlaufener Kurorte und Sehenswürdigkeiten, zu schreiben. Zudem soll es nach längerer Zeit mal wieder einen herbstlichen Fashionbeitrag geben. Mehr verrate ich allerdings noch nicht. Und somit erst einmal auf auf in einen goldenen Oktober. 🙂

 

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Wenn du nicht weißt, dass du gerade fotografiert wirst. Weil du nur Meer im Kopf hast.

 

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Die Kunst besteht darin, auch dann nach vorne zu schauen, wenn der Blick zurück so viel vordergründiger erscheint.

 

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In September. I traveled so many kilometers. Both on the freeway and on my mind. In September. I sat nearby the bonfire looking up at the Milky Way above and I surprisingly managed, for the very first time in my life, to open a beer with a lighter. Moreover, I even managed not to lose a finger. Even though it kinda felt like it during the painful twenty minutes I had been trying with full physical involvement before. In September. I’ve made it to the sea and the moment I saw the ocean was the moment someone else wasn’t able to see anything but my slipstream then. In September. I snuggled in front of the meat counter. And I had almost forgotten about my insecurity. I think, I had almost forgotten about yours either. In September. I’ve felt comfortable. And for some reason I haven’t. I tried not to let that things happen, but let it happen anyways. I left the house with garbage and came back home with appreciation. In September. I gave away camemberts. And a lot more than that, I think. There have been moments in the mud, in the sand and in the woods. There have been moments cuddling with sheep and stroking their bellies. And there have been moments under the night sky that emphasized that in life it’s simply all about the moments. Five federal states. One thousand unforgettable impressions. One compliment that truely made my day. And a new hair color. September, you’ve been super crazy.  

In September I’ve uploaded quite a bit new stuff on here. Plato’s Symposium Vol. II is a Greek myth about the origin of love and as I confess that it might be true that I consist of 67 % water and for the rest of kitsch you surely won’t be surprised if you hear me say, yep, I like it and I want to believe in it. Moreover two short poems made it on the blog. 3.8 and No One are also available in an English version, too. For October I’m planning an outdoor article about my hiking experiences during the past few months, including some personal recommendations for hiking tours apart from too much tourism in beautiful Saxony, and also a new fashion blog post as I haven’t uploaded anything in this category since months and I guess it’s about time now. 

Happy October! 🙂

2 thoughts on “Monthly Review September 2017

  1. Hallo liebe Stephie,
    ich hab deinen Blog gerade erst entdeckt und bin so verliebt in deinen Schreibstil. Du schreibst nicht nur, du erzählst Geschichten. Und genau das liebe ich an anderen Blogs zu – in fremde Geschichten einzutauchen.
    Ich kann deine liebe zum Meer soo unendlich gut nachvollziehen. Wenn ich die Chance habe ans Meer zu kommen, stehe ich genau so da wie du. Ich schaue auf die Flut, höre das Rauschen und fühle den Sand. Und auf einmal bin ich so ruhig.

    Ich wünsche Dir einen gemütlichen Herbstabend und freu mich schon auf weitere Beiträge von Dir!
    Liebste Grüße an Dich! ♥ Saskia von Dem Wind entgegen

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo liebe Saskia, ich danke dir vielmals für deine lieben Worte, ich habe mich sehr darüber gefreut! 🙂 Ja, ich liebe das Meer, und die Berge und Wälder gleichermaßen. Es gibt einfach an so vielen Orten so viel Schönes zu entdecken. Ich wünsche dir ebenfalls noch einen tollen, gemütlichen Herbstabend. Ganz liebe Grüße, Stephie 🙂

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