It’s complicated

Es ist Sonntagabend und ich liege auf der Couch. Nebenbei läuft eine dieser kitschigen Romantikkomödien mit Katherine Heigl oder Jennifer Aniston oder wie auch immer sie heißen mag. Irgendwie läuft sonst auch nur Mist. Und nein, ich habe dabei keine Jumbo-Packung Eis im Arm und bediene jetzt das Klischee. Alternativ kann jedoch eine Tüte Gummibären zum Film niemals schaden, nicht wahr. Und während ich mir gerade genüsslich eine Handvoll davon reinfeuere, die ersten fünfzehn Minuten des Films sind gerade vergangen, kommt mir doch just in dem Moment ein „Boa, is ja immer wieder dieselbe Scheiße“ über die Lippen. Mund voller Gummibären, sexy klang das jetzt nicht, aber egal. Halten wir es doch einfach mal fest, diese Sache zwischen Mann und Frau. Ja, sie wollen sich, das ist schon nach den ersten fünf Minuten klar. Anschließend dauert es eine gefühlte Ewigkeit bis beide buchstäblich aus dem Arsch kommen und sich dann tatsächlich auch kriegen. Herrlich, Happy End, oder? Ach nee, doch noch nicht, denn das wäre ja auch zu einfach. Es liegt anscheinend in der Natur des Mannes, den ganzen Karren, auf dem Gipfel des Glücks, zunächst noch einmal gepflegt gegen eine Wand zu fahren. Aber sei’s drum, er kämpft, gibt sie nicht auf und es folgen Happy End und Abspann. Herrlich. Aus „Es ist kompliziert“ wird „Es war einmal“. Wie im realen Leben, richtig? Eher nicht. Dieses Modell funktioniert vielleicht in Jennifer Aniston Filmen, im realen Leben wohl aber eher selten. Aber warum das denn, wird man sich jetzt fragen und meine Antwort hierauf wäre die folgende. Wer einmal in der Achterbahn sitzt und gepflegt seine Runden darin dreht, der kotzt irgendwann und möchte nur noch aussteigen. Oder anders, wenn der Wurm einmal drin ist, muss er auch irgendwie hineingekommen sein. Und das wiederum wirft die Frage auf, auf welchem Fundament haben wir hier eigentlich gebaut? Beziehungen gründen, das ist meine persönliche Sichtweise, auf einem Fundament von Respekt, Kommunikation und Verständnis. Kompliziert kann’s nur dann werden, wenn einer dieser Pfeiler fehlt. Und das Fehlen eines Pfeilers resultiert folglich in einem Scheitern des Gesamtprojektes, früher oder später. Aus „Es ist kompliziert“ wird niemals „für immer und ewig“, kompliziert ist niemals gut und kompliziert sollten die Dinge niemals sein. Drum lasst den Wurm nicht hinein, schmeißt die Dauerfahrkarte für die Achterbahn weg. Lebt, liebt, achtet, kommuniziert, hinterfragt, versteht. Haut euch verbal die Bratpfanne über den Kopf, denn das zeigt, dass ihr immerhin miteinander redet. Auch das ist Kommunikation. Streitet, verzeiht, lacht und dann liebt und lebt wieder. Wir haben die Dinge selbst in der Hand. Aus „Es ist kompliziert“ wird niemals Liebe, erst recht nicht ganz von selbst. Liebe ist das, was zwei Menschen daraus machen.

It’s Sunday evening, I’m lying on my couch and watching a movie on TV. I t’s one of those rom-com’s with Katherine Heigl or Jennifer Aniston, I’m not quite sure right now. Actually I didn’t wanna watch it first, but there’s nothing better on TV tonight, so I rested on it. And no, I’m not having a jumbo-size bowl of ice cream right now, just to get things straight and break with the cliché. I’m having gummi bears insead. You never go wrong with some sweets while watching movies, no matter what genre, right. With a handful of gummi bears in my mouth, watching the first fifteen minutes, there’s suddenly this one sentence coming out of my mouth, that is actually still full of gummi bears. “Damn, same story as usual” I say. Let me briefly summarize what’s about to happen the next two hours of this movie. Yep, they want each other. It’s pretty clear to everyone after the first five minutes of the movie. Then it takes like a million years before they finally get each other. So do we finally have our happy end here? No, of course not, because that would be way too easy for all involved. At the peak of happiness, it pretty much seems to me like men need to get things in a complete mess. Lack of action or whatever, we’ll never know. The moment he’s about to lose her, he gets his ass up, fights for her and then we finally get to see the happy end we longed for for the last two hours. From “It’s complicated” to “Once upon a time”. Just like in real life, right? I don’t really think so. This may work out for Jennifer Aniston in this movie, but sure as hell not for most of us in real life and it’s pretty easy to explain why. If you’re on an emotional roller coaster ride once, with all the ups and downs over and over again, there will probably be this moment, when all you wanna do is puke and get the fuck out of it. Or differently, there’s something very wrong with this complete situation between the two of you and this in the end leads to one final question: on what base did you build your relationship? If you ask me, relationships base on three pillars, these are respect, communication and understanding. It’s only getting complicated between two people when one pillar is missing. The result, in that case, is a break-down of everything you built on this unsteady base, sooner or later. You will never get from “it’s complicated” to “happy ever after”. “It’s complicated” is never even an option, because things don’t need to be complicated. So throw away your roller coaster annual pass. Live, love, respect, communicate, ask, understand. Verbally bash your partner in crime on the head with a skillet, because at least this shows you’re talking to each other. Argue, forgive, laugh and then live and love again. We’re all having control of our own destiny. “It’s complicated” never turns out to be love, at least not effortlessly. Love is what two people make out of it.

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Dress – Asos

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